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Barrierefreiheit · Prüfpunkt

Warum braucht jedes Bild auf der Website einen Alternativtext?

Jedes Bild braucht einen Alternativtext, weil blinde Menschen und Suchmaschinen den Bildinhalt nur über diesen Text erfassen können. Ein Vorleseprogramm liest den Alternativtext laut vor, Google zeigt Bilder mit gutem Alternativtext in der Bildersuche. Fehlt der Text, hört ein blinder Besucher nur den Dateinamen — etwa „DSC_0042.jpg“ — und versteht nichts.

Alternativtext: die Wortbeschreibung eines Bildes

Der Alternativtext ist ein kurzer Satz, der im Quelltext der Seite am Bild hängt. Besucher mit gesunden Augen sehen ihn nie. Ein blinder Besucher lässt sich die Seite von einem Vorleseprogramm ansagen — und an der Stelle des Bildes liest das Programm genau diesen Text vor. Ein Beispiel: Ihre Teamseite zeigt ein Foto der Geschäftsführerin. Mit dem Alternativtext „Porträt von Maria Huber, Geschäftsführerin“ weiß der Besucher, wen er vor sich hat. Ohne Text bleibt nur eine Lücke. Auch Google liest diesen Text und versteht so, was auf dem Bild zu sehen ist — das hilft Ihrer Sichtbarkeit in der Bildersuche.

So prüft unser Messkern die Alternativtexte

Die automatische Prüfung öffnet Ihre Seite in einem echten Browser und untersucht mit dem Prüfwerkzeug axe-core jedes einzelne Bild. Zusätzlich zählt unser eigener Prüfschritt alle Bilder, denen das alt-Attribut komplett fehlt — jedes davon ist ein nachgewiesener Verstoß, den der Bericht mit Dateinamen belegt. Ein bewusst leerer Alternativtext ist dagegen korrekt: So kennzeichnet man reine Schmuckbilder, die das Vorleseprogramm überspringen soll. Ob ein vorhandener Text auch inhaltlich passt, kann keine Maschine entscheiden — deshalb bestätigt die Automatik hier nie vorschnell ein „bestanden“. Beim Gold-Standard sieht sich ein Mensch die Bilder und ihre Texte an und fällt das Urteil.

Gute Alternativtexte schreiben

Ein guter Alternativtext beschreibt, was auf dem Bild zu sehen ist und wozu es auf dieser Seite dient — in einem Satz, ohne die Floskel „Bild von“. Für ein Produktfoto: „Schwarzer Bürostuhl mit Armlehnen, Seitenansicht“. Für ein verlinktes Logo zählt das Ziel des Links: „Zur Startseite“. Rein dekorative Bilder — Trennlinien, Hintergrundmuster — bekommen einen leeren Alternativtext, damit das Vorleseprogramm sie still übergeht. Dateinamen, Stichwortlisten oder Werbetexte gehören nie in den Alternativtext: Der Besucher hört jeden Buchstaben und verliert Zeit.

So gehen Sie es an

  • Prüfen Sie Ihre wichtigsten Seiten: Hat jedes Bild einen Alternativtext, der den Inhalt in einem Satz beschreibt?
  • Bitten Sie Ihre Agentur, Bilder ohne alt-Attribut aufzulisten und nachzupflegen.
  • Kennzeichnen Sie Schmuckbilder mit einem leeren Alternativtext, damit Vorleseprogramme sie überspringen.
  • Legen Sie in Ihrer Redaktion fest: Kein Bild geht ohne Alternativtext online.
  • Lesen Sie Ihre Alternativtexte laut vor — versteht man die Seite auch ohne die Bilder, sind die Texte gut.

Häufige Fragen

Was ist ein Alternativtext bei Bildern?

Ein Alternativtext ist eine kurze Beschreibung, die im Quelltext am Bild hinterlegt wird. Sehende Besucher sehen sie nicht. Vorleseprogramme lesen sie blinden Menschen vor, und Suchmaschinen nutzen sie, um den Bildinhalt zu verstehen. Der Text sollte in einem Satz sagen, was auf dem Bild zu sehen ist.

Brauchen dekorative Bilder auch einen Alternativtext?

Ja, aber einen leeren: Im Quelltext steht dann alt="" — ein alt-Attribut ohne Inhalt. So erkennt das Vorleseprogramm, dass das Bild reine Verzierung ist, und überspringt es. Fehlt das Attribut dagegen ganz, liest das Programm oft den Dateinamen vor, und das verwirrt den Besucher.

Helfen Alternativtexte auch bei Google?

Ja. Google kann Bilder nur begrenzt selbst deuten und stützt sich auf den Alternativtext, um zu verstehen, was ein Bild zeigt. Bilder mit treffenden Alternativtexten erscheinen eher in der Google-Bildersuche. Der gleiche Text hilft also blinden Besuchern und Ihrer Auffindbarkeit gleichzeitig.

Wie prüft der Prüfservice Alternativtexte automatisch?

Die automatische Prüfung öffnet die Seite in einem echten Browser und zählt mit dem Werkzeug axe-core und einem eigenen Prüfschritt alle Bilder ohne alt-Attribut — jedes ist ein belegter Verstoß. Ob vorhandene Texte inhaltlich passen, beurteilt beim Gold-Standard ein Mensch, denn dafür muss man das Bild verstehen.

Weiter im Prüfbereich Barrierefreiheit

Dieser Prüfpunkt gehört zum Prüfbereich Barrierefreiheit — dort stehen alle Prüfpunkte im Überblick. Was die Prüfung insgesamt leistet, zeigt die Leistungsseite; wie ein Ergebnis zustande kommt, erklärt das Prüfverfahren. Alle Prüfbereiche im Überblick: Wissensbasis.