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Beta — Entwurfsstand. Prüfordnung und Hinweistexte sind noch nicht rechtlich freigegeben; es werden derzeit keine verbindlichen Siegel ausgestellt.

Technik · Prüfpunkt

Wie viele Weiterleitungen verträgt eine Webadresse?

Am besten gar keine: Ideal antwortet eine Adresse direkt, ohne einen einzigen Umweg. Jede Weiterleitung kostet Ladezeit und einen Teil des Aufwands, den Google in Ihre Website steckt — und lange Ketten brechen irgendwann. Der Prüfbereich „Indexierung“ folgt jeder Weiterleitung Schritt für Schritt, zählt die Sprünge und erkennt auch Schleifen, in denen Adressen im Kreis aufeinander verweisen.

Eine Weiterleitung ist ein Nachsendeauftrag

Zieht ein Geschäft um, sorgt ein Nachsendeauftrag dafür, dass Post von der alten Adresse zur neuen findet. Im Web übernimmt das die Weiterleitung: Wer die alte Adresse aufruft, landet automatisch bei der neuen. Das ist für sich genommen sinnvoll. Problematisch wird es, wenn sich Nachsendeaufträge stapeln — die alte Adresse leitet auf eine zweite, die auf eine dritte, und irgendwo dazwischen existiert ein Ziel nicht mehr. Jeder Sprung kostet Ladezeit, und mit jeder Station steigt das Risiko, dass die Kette bricht. Nach mehreren Website-Umbauten entstehen solche Ketten fast von selbst, wenn niemand sie aufräumt.

So bewertet die Prüfung die Sprünge

Die volle Punktzahl gibt es für eine Adresse, die direkt antwortet. Eine einzelne Weiterleitung — etwa von der Schreibweise ohne www zur Schreibweise mit www — gilt als kleiner Mangel und kostet einen Teil der Punkte: 6 statt 10. Ab zwei Sprüngen werden für diese Regel keine Punkte mehr vergeben, denn dann ist die Kette unnötig lang. Die Prüfung protokolliert dabei jede Station mit ihrem Statuscode, sodass der Weg nachvollziehbar bleibt. Verweisen zwei Adressen im Kreis aufeinander, erkennt sie das als Schleife — ein Fall, in dem der Aufruf überhaupt nie an einem Ziel ankommt.

Crawl-Budget einfach erklärt

Google besucht Ihre Website nicht unbegrenzt oft, sondern investiert ein bestimmtes Maß an Aufwand — im Fachjargon Crawl-Budget genannt. Jede Weiterleitung verbraucht davon einen Teil, ohne dass neuer Inhalt gelesen wird: Der Besuch geht für das Weiterreichen drauf. Deshalb sollen interne Links und die Sitemap immer direkt auf die endgültige Adresse zeigen. Das ist eine der einfachsten Verbesserungen überhaupt: kein neuer Inhalt, kein neues Design, nur konsequent die richtige Adresse verlinken. Der Effekt: schnellere Seiten für Besucher und mehr gelesene Inhalte je Google-Besuch.

So gehen Sie es an

  • Klicken Sie durch Ihr eigenes Menü und beobachten Sie die Adresszeile: Springt die Adresse nach dem Klick noch einmal um, liegt eine Weiterleitung dazwischen.
  • Lassen Sie interne Links und die Sitemap direkt auf die endgültige Adresse zeigen, nicht auf eine alte Fassung.
  • Prüfen Sie nach einem Relaunch, ob alte Adressen in einem einzigen Schritt beim neuen Ziel ankommen — nicht über mehrere Stationen.
  • Legen Sie eine Schreibweise Ihrer Domain fest (mit oder ohne www) und verwenden Sie sie überall einheitlich.

Häufige Fragen

Ist eine einzelne Weiterleitung schlimm?

Nein, eine einzelne Weiterleitung ist verkraftbar und oft unvermeidlich — etwa wenn die Schreibweise ohne www auf die mit www umgelenkt wird. In der Prüfung kostet sie nur einen kleinen Abzug. Problematisch sind Ketten aus mehreren Sprüngen: Sie verlangsamen jeden Aufruf und brechen leichter.

Was ist eine Weiterleitungsschleife?

Bei einer Schleife verweisen Adressen im Kreis aufeinander: A leitet zu B, B wieder zu A. Der Aufruf kommt nie an einem Ziel an. Browser brechen irgendwann mit einer Fehlermeldung ab, Suchmaschinen können die Seite nicht aufnehmen. Die Prüfung erkennt Schleifen, indem sie sich jede besuchte Station merkt.

Was ist Crawl-Budget?

Crawl-Budget bezeichnet den Aufwand, den eine Suchmaschine für das Besuchen Ihrer Website aufwendet. Er ist begrenzt: Je mehr davon in Weiterleitungen und Fehlerseiten fließt, desto weniger Ihrer echten Inhalte werden gelesen und aktualisiert. Direkte Adressen sorgen dafür, dass der Aufwand bei Ihren Inhalten ankommt.

Woher kommen lange Weiterleitungsketten?

Meist aus der Geschichte der Website: Erst kam die Umstellung auf https, dann ein Relaunch mit neuen Adressen, später ein weiterer Umbau. Jede Etappe fügte eine eigene Weiterleitung hinzu, und niemand räumte die alten auf. Die Lösung: alle Regeln so zusammenfassen, dass jede alte Adresse in einem Schritt am endgültigen Ziel ankommt.

Weiter im Prüfbereich Technik

Dieser Prüfpunkt gehört zum Prüfbereich Technik — dort stehen alle Prüfpunkte im Überblick. Was die Prüfung insgesamt leistet, zeigt die Leistungsseite; wie ein Ergebnis zustande kommt, erklärt das Prüfverfahren. Alle Prüfbereiche im Überblick: Wissensbasis.