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Beta — Entwurfsstand. Prüfordnung und Hinweistexte sind noch nicht rechtlich freigegeben; es werden derzeit keine verbindlichen Siegel ausgestellt.

Technik · Prüfpunkt

Was ist Cloaking und wie wird es erkannt?

Cloaking bedeutet, dass eine Website der Suchmaschine eine andere Seite ausliefert als menschlichen Besuchern — das gilt bei Suchmaschinen als Richtlinienverstoß. Der Prüfbereich „Indexierung“ ruft Ihre Seite deshalb zweimal ab: einmal mit der Kennung des Googlebots, einmal mit der eines normalen Browsers. Anschließend vergleicht er beide Antworten. Der Grundsatz ist einfach: Bot und Mensch müssen dieselbe Seite bekommen.

Bot und Mensch bekommen dieselbe Seite

Jeder Abruf einer Website trägt eine Kennung, die verrät, wer anfragt — ein Chrome-Browser auf Windows oder eben der Googlebot. Ein Server kann darauf unterschiedlich reagieren. Genau das nutzt Cloaking aus: Der Suchmaschine wird eine für das Ranking hergerichtete Fassung gezeigt, Besuchern eine andere. Suchmaschinen betrachten das als Täuschung, denn ihr Suchergebnis verspricht dann etwas, das der Besucher nicht bekommt. Der Grundsatz der Prüfung ist deshalb einfach: Beide Abrufe müssen im Wesentlichen dieselbe Seite liefern — gleicher Umfang, gleicher Titel, gleicher Inhalt.

So läuft der Vergleich ab

Die Prüfung ruft das endgültige Dokument zweimal ab — einmal als Googlebot, einmal als gewöhnlicher Browser — und vergleicht zwei Dinge: die Menge des gelieferten HTML und den Seitentitel. Weichen die Größen um mehr als 15 Prozent voneinander ab, gilt die Auslieferung als auffällig, und die 5 Punkte dieser Regel entfallen. Der Befund nennt die gemessene Abweichung in Prozent, sodass Ihre Technik gezielt nachsehen kann, welche Inhalte nur einer der beiden Kennungen ausgeliefert werden. Auch ein unterschiedlicher Seitentitel wird im Bericht festgehalten.

Cloaking passiert auch unabsichtlich

Nicht jede Ungleichbehandlung ist böse Absicht. Schutzsysteme gegen automatisierte Zugriffe, Wartungsseiten oder Personalisierung können dazu führen, dass ein Bot deutlich weniger Inhalt bekommt als ein Mensch — oder eine Prüfseite statt der echten. Für die Bewertung durch Suchmaschinen macht die Absicht keinen Unterschied: Gemessen wird, was ausgeliefert wird. Lassen Sie deshalb nach dem Einbau von Firewalls, Bot-Schutz oder Länderweichen prüfen, ob Suchmaschinen weiterhin die vollständige Seite erhalten. Der Vergleich mit beiden Kennungen deckt solche Nebenwirkungen zuverlässig auf.

So gehen Sie es an

  • Fragen Sie Ihre Agentur, ob Schutz- oder Personalisierungssysteme Suchmaschinen anders behandeln als Besucher.
  • Lassen Sie nach dem Einbau einer Firewall oder eines Bot-Schutzes testen, ob der Googlebot weiterhin die vollständige Seite erhält.
  • Verzichten Sie auf Angebote, die versprechen, „nur für Google“ zusätzliche Inhalte einzublenden.
  • Vergleichen Sie den Titel Ihrer Seite im Browser mit dem Titel im Google-Ergebnis — eine starke Abweichung ist ein Warnzeichen.

Häufige Fragen

Was bedeutet Cloaking?

Cloaking (englisch für „Verhüllen“) bezeichnet die Praxis, Suchmaschinen eine andere Fassung einer Webseite auszuliefern als menschlichen Besuchern. Suchmaschinen werten das als Verstoß gegen ihre Richtlinien, weil das Suchergebnis dann etwas anderes verspricht, als der Besucher beim Klick tatsächlich vorfindet.

Kann Cloaking unabsichtlich entstehen?

Ja. Bot-Schutzsysteme, Firewalls oder Personalisierung können Suchmaschinen unbeabsichtigt weniger oder anderen Inhalt liefern. Für die Bewertung zählt allein die tatsächliche Auslieferung, nicht die Absicht. Nach jeder Änderung an solchen Systemen sollte deshalb geprüft werden, ob der Googlebot die vollständige Seite erhält.

Wie prüft der Prüfservice auf Cloaking?

Die Seite wird zweimal abgerufen: einmal mit der Kennung des Googlebots, einmal mit der eines normalen Browsers. Verglichen werden die Menge des gelieferten HTML und der Seitentitel. Eine Größenabweichung von mehr als 15 Prozent gilt als auffällig und erscheint mit dem gemessenen Wert im Prüfbericht.

Weiter im Prüfbereich Technik

Dieser Prüfpunkt gehört zum Prüfbereich Technik — dort stehen alle Prüfpunkte im Überblick. Was die Prüfung insgesamt leistet, zeigt die Leistungsseite; wie ein Ergebnis zustande kommt, erklärt das Prüfverfahren. Alle Prüfbereiche im Überblick: Wissensbasis.