Technik · Prüfpunkt
Warum darf die Sitemap keine toten Adressen enthalten?
Weil die Sitemap eine Einladungsliste an Suchmaschinen ist: Jede eingetragene Adresse sagt „diese Seite existiert, hol sie dir". Antwortet die Adresse dann mit einem Fehler, hat die Einladung in die Irre geführt — der Crawler hat sein Abruf-Kontingent verschwendet, und das Vertrauen in die übrigen Einträge sinkt. Unsere Prüfung ruft die in Ihrer Sitemap gelisteten Adressen ab und zählt, wie viele kein Ziel mit Status 200 erreichen.
Die Sitemap ist eine Zusage, kein Archiv
In eine Sitemap gehört der aktuelle Bestand: erreichbare, indexierbare Seiten unter ihrer endgültigen Adresse. In der Praxis veraltet die Liste schleichend — gelöschte Seiten bleiben eingetragen, umbenannte stehen unter der alten Adresse, und bei manchen Systemen erzeugt eine Erweiterung die Sitemap aus Daten, die niemand mehr pflegt. Suchmaschinen vergleichen laufend, wie verlässlich die Zusagen einer Sitemap sind. Eine Liste, die regelmäßig auf Fehler führt, verliert ihren Nutzen als Steuerungsinstrument.
Was die Prüfung genau misst
Die Prüfung lädt die Sitemap der Domain und ruft die gelisteten Adressen ab. Der Bericht nennt die Anzahl der Einträge ohne Status-200-Antwort samt Beispielen. Getrennt davon werden Einträge ausgewiesen, die auf eine Weiterleitung führen: Sie sind kein Fehler, aber die Sitemap soll die endgültige Adresse nennen — jeder Umweg kostet Abrufe.
So gehen Sie es an
- Lassen Sie die Sitemap automatisch aus dem tatsächlichen Seitenbestand erzeugen, nicht aus einer gepflegten Liste.
- Entfernen Sie gelöschte Seiten aus der Sitemap im selben Schritt, in dem Sie sie löschen.
- Tragen Sie nach Adressänderungen die neue, endgültige Adresse ein — nicht die alte, die nur noch weiterleitet.
- Prüfen Sie nach einem Relaunch die komplette Sitemap einmal durch — dort sammeln sich die Altlasten zuerst.
Häufige Fragen
Schadet ein einzelner toter Eintrag sofort dem Ranking?
Ein Einzelfall hat keine unmittelbar messbare Wirkung. Die Wirkung entsteht über die Verlässlichkeit insgesamt: Je höher der Anteil toter Einträge, desto weniger stützt sich die Suchmaschine auf die Sitemap — und desto langsamer findet sie neue Inhalte.
Gehören Weiterleitungen in die Sitemap?
Die Sitemap soll die endgültige Adresse listen. Ein Eintrag, der weiterleitet, funktioniert zwar, kostet aber bei jedem Abruf einen zusätzlichen Schritt und meldet der Suchmaschine eine Adresse, die es so nicht mehr gibt.
Wie oft sollte die Sitemap aktualisiert werden?
Bei automatischer Erzeugung geschieht das mit jeder inhaltlichen Änderung von selbst — das ist der Zielzustand. Eine manuell gepflegte Sitemap veraltet zwangsläufig und sollte auf automatische Erzeugung umgestellt werden.
Weiter im Prüfbereich Technik
- Welche Sicherheits-Header sollte ein Webserver senden?Schutz-Kopfzeilen wie Content-Security-Policy oder X-Content-Type-Options kosten nichts, schützen Besucher und sind ein Qualitätssignal der Website.
- Warum soll die Sitemap die endgültige Adresse nennen?Sitemap-Einträge, die weiterleiten, kosten bei jedem Abruf einen zusätzlichen Schritt. Die Liste soll die finale Adresse jeder Seite nennen.
- Warum braucht jede Seite einen eigenen Titel?Tragen mehrere Seiten denselben Titel und verschiedene Canonicals, konkurrieren sie im Suchindex gegeneinander. Eindeutige Titel lösen die Konkurrenz auf.
- Warum sollen öffentliche Seiten zwischenspeicherbar sein?Ein Cache-Control „no-store" auf öffentlichen Seiten verhindert jede Zwischenspeicherung — jeder Abruf trifft den Server, Crawling und Ladezeit leiden.
Dieser Prüfpunkt gehört zum Prüfbereich Technik — dort stehen alle Prüfpunkte im Überblick. Was die Prüfung insgesamt leistet, zeigt die Leistungsseite; wie ein Ergebnis zustande kommt, erklärt das Prüfverfahren. Alle Prüfbereiche im Überblick: Wissensbasis.