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Beta — Entwurfsstand. Prüfordnung und Hinweistexte sind noch nicht rechtlich freigegeben; es werden derzeit keine verbindlichen Siegel ausgestellt.

SEO · Prüfpunkt

Wozu dient die Sprachangabe im HTML einer Website?

Die Sprachangabe im HTML — das lang-Attribut — teilt Programmen mit, in welcher Sprache der Text einer Seite verfasst ist. Sie steht ganz am Anfang des Quelltexts und ist für Besucher unsichtbar. Vorleseprogramme wählen anhand dieser Angabe ihre Aussprache: Fehlt sie, wird deutscher Text mitunter mit englischen Ausspracheregeln vorgelesen und ist kaum zu verstehen.

Vorleseprogramme wählen nach der Sprachangabe ihre Aussprache

Blinde und stark sehbehinderte Menschen lassen sich Websites von einem Vorleseprogramm ansagen, einem sogenannten Screenreader. Das Programm muss dafür wissen, welche Sprache es spricht: Das deutsche Wort „Kunde“ klingt völlig anders, wenn es nach englischen Regeln ausgesprochen wird. Genau diese Auskunft gibt die Sprachangabe im Quelltext. Steht dort „de“ für Deutsch, liest das Programm mit deutscher Betonung und Aussprache. Fehlt die Angabe, greift das Programm auf eine Standardeinstellung zurück — häufig Englisch. Ein deutscher Text wird dann Wort für Wort englisch ausgesprochen und ist selbst für geübte Hörer anstrengend bis unverständlich.

Auch Suchmaschinen und Übersetzer nutzen die Angabe

Die Sprachangabe hilft nicht nur beim Vorlesen. Suchmaschinen nutzen sie als eines von mehreren Signalen, um eine Seite dem richtigen Sprachraum zuzuordnen — eine deutsch ausgezeichnete Seite gehört in deutschsprachige Trefferlisten. Browser bieten anhand der Angabe die passende Übersetzung an: Besucht ein französischsprachiger Nutzer Ihre deutsche Seite, kann sein Browser korrekt „Aus dem Deutschen übersetzen“ vorschlagen. Und Programme zur Silbentrennung trennen Wörter nach den Regeln der angegebenen Sprache. Unsere Prüfung kontrolliert auf jeder Seite, ob die Angabe vorhanden ist; das Fehlen gilt als Mangel mittlerer Schwere und ist mit einem einzigen Wort im Quelltext behoben.

So gehen Sie es an

  • Bitten Sie Ihre Agentur zu prüfen, ob im Quelltext jeder Seite die Sprachangabe gesetzt ist — für deutsche Seiten „de“.
  • Achten Sie bei mehrsprachigen Websites darauf, dass jede Sprachfassung ihre eigene, richtige Angabe trägt.
  • Kennzeichnen Sie längere fremdsprachige Abschnitte innerhalb einer Seite zusätzlich mit deren Sprache.
  • Nehmen Sie die Sprachangabe in die Abnahme-Checkliste für jede neue Website auf.

Häufige Fragen

Was ist das lang-Attribut im HTML?

Eine unsichtbare Angabe am Anfang des Quelltexts, die die Sprache des Seitentexts benennt — „de“ für Deutsch, „en“ für Englisch. Vorleseprogramme wählen danach ihre Aussprache, Browser bieten danach Übersetzungen an, und Suchmaschinen ordnen die Seite dem richtigen Sprachraum zu. Unsere Prüfung kontrolliert die Angabe auf jeder untersuchten Seite.

Was passiert ohne Sprachangabe auf der Website?

Vorleseprogramme greifen dann auf eine Standardeinstellung zurück, häufig Englisch, und lesen deutschen Text mit englischer Aussprache vor — für blinde Besucher anstrengend bis unverständlich. Zusätzlich fehlt Suchmaschinen ein Signal zur sprachlichen Zuordnung, und Browser können die passende Übersetzung schlechter anbieten. Die Korrektur besteht aus einem einzigen Wort im Quelltext.

Betrifft die Sprachangabe auch die Barrierefreiheit?

Ja, die Angabe zählt zu den Grundanforderungen barrierefreier Websites, weil Vorleseprogramme ohne sie die falsche Aussprache wählen. Sie erscheint deshalb in zwei Prüfbereichen unserer Untersuchung: bei der Suchmaschinen-Tauglichkeit und bei der Barrierefreiheit. Wer sie setzt, verbessert beide Ergebnisse mit einem einzigen Handgriff.

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Dieser Prüfpunkt gehört zum Prüfbereich SEO — dort stehen alle Prüfpunkte im Überblick. Was die Prüfung insgesamt leistet, zeigt die Leistungsseite; wie ein Ergebnis zustande kommt, erklärt das Prüfverfahren. Alle Prüfbereiche im Überblick: Wissensbasis.