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Beta — Entwurfsstand. Prüfordnung und Hinweistexte sind noch nicht rechtlich freigegeben; es werden derzeit keine verbindlichen Siegel ausgestellt.

Responsive · Prüfpunkt

Wie viel Text gehört in den ersten Bildschirm einer Website?

In den ersten Bildschirm gehören mindestens 60 Wörter lesbarer Text — diese Schwelle setzt der Prüfservice im Smartphone-Profil an, gemessen ohne jedes Scrollen. Besucher entscheiden in den ersten Sekunden, ob sie bleiben; ein Bildschirm, der nur ein großes Foto zeigt, beantwortet ihre Frage nicht. Auch Suchmaschinen und Antwortmaschinen lesen zuerst, was oben steht, und zitieren bevorzugt von dort.

Der erste Bildschirm entscheidet über den Besuch

Was Besucher ohne Scrollen sehen, heißt in der Fachsprache „above the fold“ — über dem Falz, wie bei einer gefalteten Zeitung am Kiosk. Auf diesem Ausschnitt fällt die Entscheidung: bleiben oder gehen. Steht dort in klaren Worten, wer Sie sind, was Sie anbieten und für wen, dann hat der Besucher einen Grund weiterzulesen. Zeigt der Ausschnitt nur ein Stimmungsbild oder ein Logo, muss der Besucher erst arbeiten, um die Antwort zu finden. Dasselbe gilt für Maschinen: Suchmaschinen und Antwortdienste bewerten den sichtbaren Anfang einer Seite besonders stark, weil er die Frage des Suchenden am schnellsten beantworten sollte.

So misst der Prüfservice die Textmenge

Die Prüfung baut Ihre Seite im Smartphone-Profil mit 390 Pixeln Breite in einem echten Browser auf und zählt jedes sichtbare Wort im Bereich, der ohne Scrollen zu sehen ist. Unsichtbare Texte, ausgeblendete Menüs und leere Elemente zählen nicht mit. Die Messung läuft zweimal; gewertet wird der höhere der beiden Werte, damit eine Seite, die sich langsam aufbaut, keinen Nachteil hat. Liegt das Ergebnis unter 60 Wörtern, vermerkt der Bericht die gezählte Wortzahl und legt ein Bildschirmfoto des ersten Bildschirms bei — Sie sehen also mit einem Blick genau das, was Ihre Besucher als Erstes sehen.

Diese Inhalte gehören nach oben

Oben steht am besten eine direkte Antwort in zwei bis drei Sätzen: Was bietet das Unternehmen, für wen, und was ist der nächste Schritt. Ein Steuerberater schreibt etwa, welche Mandanten er betreut und in welcher Stadt; ein Handwerksbetrieb nennt Leistungen und Einzugsgebiet. Bilder dürfen bleiben — sie sollten den Text begleiten, statt ihn zu verdrängen. Werbliche Floskeln füllen zwar Wörter, beantworten aber keine Frage; die 60 Wörter sind als Platz für Inhalt gedacht, der dem Besucher tatsächlich weiterhilft. Wer diesen Anfang gut schreibt, bedient Besucher und Suchmaschinen mit demselben Absatz.

So gehen Sie es an

  • Öffnen Sie Ihre Startseite auf dem Handy und lesen Sie nur den sichtbaren Ausschnitt: Beantwortet er, wer Sie sind und was Sie anbieten?
  • Formulieren Sie die zwei wichtigsten Sätze über Ihr Angebot und stellen Sie sie an den Seitenanfang.
  • Prüfen Sie, ob ein großes Titelbild den gesamten ersten Bildschirm einnimmt, und lassen Sie es gegebenenfalls verkleinern.
  • Vergleichen Sie das Bildschirmfoto im Prüfbericht mit Ihrem Wunschbild vom ersten Eindruck.

Häufige Fragen

Was bedeutet above the fold?

Der Begriff stammt aus dem Zeitungswesen: Am Kiosk sieht man nur die obere Hälfte der gefalteten Zeitung, alles Wichtige steht über dem Falz. Bei Websites bezeichnet „above the fold“ den Bereich, der ohne Scrollen sichtbar ist. Auf dem Smartphone ist dieser Bereich klein, deshalb zählt dort jedes Wort besonders.

Reicht ein großes Foto im ersten Bildschirm?

Ein Foto weckt Stimmung, beantwortet aber keine Frage. Besucher, die über eine Suche kommen, wollen sofort wissen, ob sie richtig sind — dafür brauchen sie Text. Der Prüfservice erwartet mindestens 60 sichtbare Wörter im ersten Handy-Bildschirm. Foto und Text schließen sich dabei nicht aus: Ein Bild neben zwei klaren Sätzen erfüllt beides.

Warum zählt die Prüfung genau 60 Wörter?

Die Schwelle von 60 Wörtern ist der Richtwert des Messkerns: genug Platz für ein Wertversprechen in zwei bis drei Sätzen, das die Frage des Besuchers beantwortet. Deutlich weniger Text deutet darauf hin, dass oben vor allem Bild und Logo stehen. Gewertet wird der bessere von zwei Messläufen, damit langsam ladende Seiten fair behandelt werden.

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