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Beta — Entwurfsstand. Prüfordnung und Hinweistexte sind noch nicht rechtlich freigegeben; es werden derzeit keine verbindlichen Siegel ausgestellt.

Performance · Prüfpunkt

Was misst der Speed Index einer Website?

Der Speed Index misst, wie schnell sich der sichtbare Bereich einer Seite mit Inhalt füllt — Google bewertet bis 3,4 Sekunden als gut, über 5,8 Sekunden als schlecht. Anders als Werte, die einen einzelnen Moment festhalten, betrachtet der Speed Index den gesamten Verlauf des Aufbaus. Er unterscheidet damit eine Seite, die Stück für Stück sichtbar wird, von einer, die lange leer bleibt und dann schlagartig komplett dasteht.

Der Verlauf des Seitenaufbaus zählt, nicht nur ein Zeitpunkt

Zwei Seiten können beim fertigen Aufbau gleich schnell sein und sich völlig verschieden anfühlen. Seite A zeigt nach einer Sekunde die Überschrift, nach zwei Sekunden den Text, nach vier alles. Seite B bleibt vier Sekunden weiß und springt dann fertig auf den Bildschirm. Besucher empfinden Seite A als deutlich schneller, obwohl beide zur selben Zeit fertig sind — weil sie früh etwas zu sehen und zu lesen bekommen. Der Speed Index bildet genau das ab: Er verfolgt in kurzen Abständen, wie viel Prozent des sichtbaren Bereichs schon gefüllt sind, und verdichtet den Verlauf zu einer Zahl. Je früher viel sichtbar ist, desto besser der Wert.

Der Speed Index ist eine Labormessung mit festen Schwellen

Der Speed Index entsteht im Labor: Ein Messlauf lädt die Seite unter festen Bedingungen — gedrosselte Verbindung, definiertes Gerät — und filmt den Aufbau des Bildschirms mit. Aus den Einzelbildern errechnet sich der Wert. Felddaten echter Besucher gibt es für diese Kennzahl nicht, denn das Mitfilmen des Bildschirms ist nur im kontrollierten Messlauf möglich. Die Google-Schwellen: bis 3,4 Sekunden gut, bis 5,8 Sekunden verbesserungswürdig, darüber schlecht. Der Prüfservice erhebt den Wert über die PageSpeed-Messung von Google, getrennt für Mobiltelefon und Desktop-Rechner, und weist jede Überschreitung als Befund mit dem gemessenen Wert aus.

Ein schlechter Speed Index zeigt auf die Ladereihenfolge

Wenn der Speed Index schlecht ist, obwohl einzelne Werte wie der erste Inhalt in Ordnung sind, stimmt meist die Reihenfolge nicht: Die Seite lädt zuerst Unsichtbares — Skripte, Inhalte weit unten, Werkzeuge von Drittanbietern — und stellt den oberen, sichtbaren Bereich hintan. Die Gegenmaßnahme heißt Priorisierung: Was der Besucher zuerst sieht, muss zuerst kommen. Bilder unterhalb des sichtbaren Bereichs dürfen später nachladen, Skripte für Chat oder Analyse müssen nicht vor dem Inhalt an der Reihe sein. Der Bericht des Prüfservice liefert Ihrer Agentur dafür den Messwert und die Einordnung, welche anderen Kennzahlen gleichzeitig auffällig sind.

So gehen Sie es an

  • Beobachten Sie beim Aufruf Ihrer Startseite, ob sich der Bildschirm Stück für Stück füllt oder lange leer bleibt und dann auf einmal komplett erscheint.
  • Bitten Sie Ihre Agentur, Bilder unterhalb des sichtbaren Bereichs erst beim Scrollen nachladen zu lassen, damit der obere Bereich Vorrang hat.
  • Lassen Sie Skripte für Chat-Fenster, Analyse und Werbung nach dem sichtbaren Inhalt laden statt davor.
  • Vergleichen Sie im Prüfbericht den Speed Index mit dem Wert für den ersten Inhalt (FCP): Ist nur der Speed Index schlecht, liegt es an der Reihenfolge, nicht am Server.
  • Prüfen Sie den Wert für Mobil und Desktop getrennt, denn die gedrosselte Mobilmessung deckt Reihenfolge-Probleme deutlich früher auf.

Häufige Fragen

Was ist der Speed Index?

Der Speed Index ist eine Kennzahl aus der Labormessung, die den gesamten Verlauf des sichtbaren Seitenaufbaus bewertet. Der Messlauf filmt mit, wie sich der Bildschirm füllt, und verdichtet das zu einer Zahl in Sekunden. Je früher große Teile des sichtbaren Bereichs stehen, desto besser der Wert — eine Seite, die lange leer bleibt, schneidet schlecht ab.

Welcher Speed-Index-Wert ist gut?

Google stuft einen Speed Index bis 3,4 Sekunden als gut ein, bis 5,8 Sekunden als verbesserungswürdig und darüber als schlecht. Der Prüfservice misst gegen genau diese Schwellen, getrennt für Mobiltelefon und Desktop-Rechner, und nennt im Befund den gemessenen Wert samt Zielwert, sodass Ihre Agentur eine klare Vorgabe hat.

Warum gibt es für den Speed Index keine Felddaten?

Der Speed Index entsteht, indem der Messlauf den Bildschirmaufbau mitfilmt und aus den Einzelbildern den Füllgrad errechnet. Das ist nur im kontrollierten Labor möglich — bei echten Besuchern wird der Bildschirm nicht aufgezeichnet. Deshalb ist der Speed Index eine reine Laborkennzahl, während Werte wie LCP oder INP auch aus den Daten echter Besucher vorliegen können.

Wie verbessere ich den Speed Index meiner Website?

Sorgen Sie für die richtige Ladereihenfolge: Der obere, sofort sichtbare Bereich der Seite muss zuerst kommen. Bilder weiter unten dürfen erst beim Scrollen nachladen, Skripte für Chat, Analyse oder Werbung gehören hinter den Inhalt. Auch kleinere Bilddateien und eine schnellere Serverantwort helfen, weil sie den gesamten Aufbau nach vorn schieben.

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