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Beta — Entwurfsstand. Prüfordnung und Hinweistexte sind noch nicht rechtlich freigegeben; es werden derzeit keine verbindlichen Siegel ausgestellt.

Barrierefreiheit · Prüfpunkt

Warum ist echter Text auf Websites besser als Text im Bild?

Echter Text ist besser als Text im Bild, weil er alles kann, was ein Bild nicht kann: Vorleseprogramme lesen ihn vor, Besucher vergrößern ihn verlustfrei, Google durchsucht ihn, und Übersetzungsfunktionen übertragen ihn in andere Sprachen. Ein als Foto eingebundenes Angebot mit Öffnungszeiten ist für all diese Wege unsichtbar.

Text im Bild ist stummer Text

Der Klassiker: Die Grafikabteilung gestaltet ein schönes Aktionsbanner — Preis, Zeitraum und Bedingungen stehen als Schrift im Bild. Für sehende Besucher sieht das gut aus. Für alle anderen Systeme ist es eine Sackgasse: Das Vorleseprogramm eines blinden Besuchers kann die Bildpunkte nicht in Sprache verwandeln, beim Vergrößern werden die Buchstaben pixelig und unscharf, Google findet weder Preis noch Aktion, und die automatische Übersetzung ins Englische scheitert komplett. Dazu kommt der Pflegeaufwand: Jede Preisänderung braucht einen Grafiker. Die Regel erlaubt Ausnahmen, wo die grafische Form wesentlich ist — Ihr Logo darf selbstverständlich ein Bild bleiben.

So geht unsere Prüfung mit Bildern von Text um

Ob in einem Bild Text steckt, erkennt man erst, wenn man das Bild inhaltlich betrachtet — eine Maschine müsste dafür jedes Bild wie ein Mensch lesen und dann beurteilen, ob die grafische Form wesentlich ist oder der Text genauso gut als echter Text stehen könnte. Diese Abwägung ist eine menschliche Aufgabe. Unser Messkern behauptet hier nichts, was er nicht messen kann: Das Kriterium erscheint im Bericht als menschlicher Prüfpunkt. Beim Gold-Standard sieht ein Prüfer die Bilder Ihrer Seiten durch und markiert Banner, Buttons und Grafiken, deren Textinhalt als echter Text umgesetzt gehört — samt Empfehlung, wie die Gestaltung dabei erhalten bleibt.

So gehen Sie es an

  • Suchen Sie auf Ihrer Website nach Bannern und Kacheln, in denen Preise, Termine oder Telefonnummern als Bild stehen — genau diese Inhalte zuerst umstellen.
  • Bitten Sie Ihre Agentur, Gestaltung und Text zu trennen: Hintergrundbild als Bild, Text als echter Text darüber.
  • Markieren Sie Text auf Ihrer Seite mit der Maus — was sich nicht markieren lässt, ist ein Bild und gehört auf die Prüfliste.
  • Belassen Sie Ihr Logo als Bild mit gutem Alternativtext — dafür gilt die Ausnahme der grafischen Form.
  • Denken Sie an den Nebeneffekt: Jeder umgestellte Text wird für Google sichtbar und stärkt Ihre Auffindbarkeit.

Häufige Fragen

Woran erkenne ich Text, der als Bild eingebunden ist?

Versuchen Sie, den Text mit der Maus zu markieren oder zu kopieren. Echter Text lässt sich markieren, Text im Bild nicht. Ein zweites Zeichen: Beim starken Vergrößern der Seite werden Buchstaben im Bild pixelig und unscharf, echter Text bleibt gestochen scharf.

Darf mein Logo ein Bild mit Schriftzug sein?

Ja. Die Regel nimmt Fälle aus, in denen die grafische Gestaltung wesentlich ist — Logos und Markenzeichen sind das Standardbeispiel. Wichtig bleibt der Alternativtext: Ein verlinktes Logo im Seitenkopf trägt sinnvollerweise die Beschreibung des Linkziels, etwa „Zur Startseite“.

Warum schadet Text im Bild auch meiner Google-Platzierung?

Google bewertet Seiten anhand ihres durchsuchbaren Textes. Preise, Angebote und Öffnungszeiten, die nur als Bild vorliegen, existieren für die Suchmaschine praktisch nicht — die Seite verliert genau die Inhalte, nach denen Kunden suchen. Die Umstellung auf echten Text macht diese Informationen für Suchmaschinen und Besucher gleichermaßen nutzbar.

Weiter im Prüfbereich Barrierefreiheit

Dieser Prüfpunkt gehört zum Prüfbereich Barrierefreiheit — dort stehen alle Prüfpunkte im Überblick. Was die Prüfung insgesamt leistet, zeigt die Leistungsseite; wie ein Ergebnis zustande kommt, erklärt das Prüfverfahren. Alle Prüfbereiche im Überblick: Wissensbasis.